SiteLock
Anmelden Registrieren

Anmeldeformular

Sie müssen sich registrieren
oder einen Account nutzen
Login-Daten merken
Power by Joomla Templates - BowThemes

Account anlegen

Mit (*) markierte Felder sind Pflichtfelder
Name (*)
Benutzername (*)
Passwort (*)
Passwort wiederholen (*)
Email (*)
Email wiederholen (*)
Captcha (*)

Der längste Sonderzug der Geschichte

derlaengstezugSonntagmorgen, 03:15 Uhr - das Taxi steht vor der Tür. Ein sicheres Zeichen, dass der nächste FANPROJEKT-Sonderzug ansteht.

Wenn es am Düsseldorfer Hauptbahnhof an einem frühen, an einem verdammt frühen Sonntagmorgen auf einmal unheimlich voll wird, dann ist es Zeit für das Saison-Highlight in Rot-Gelb. Nach und nach füllt sich die Bahnhofshalle mit knapp 1.000 Fans, Ordnern, Helfern und Mitarbeitern. "Die Wilde 13 lässt die Puppen tanzen" - so lautete das Motto unseres diesjährigen Sonderzuges. Es ging in die Fuggerstadt. Dort wurde das Spiel der Augsburger Panther gegen unsere Düsseldorfer EG bereits im Vorfeld als "Spitzenspiel unter Freunden" angekündigt...und genau das war es auch.

Einen kleinen Wehrmutstropfen erhielten wir schon vor ein paar Tagen, denn unser "Mottogeber" Walter Köberle konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht wie geplant dabei sein. Aber irgendwie war er doch dabei, denn er hat es sich nicht nehmen lassen, Grüße per Whatsapp zu schicken.

Guten Morgen lieber Andy,
ich hoffe Ihr seid pünktlich abgefahren und alle sind gut drauf!!!?
Grüß bitte alle von mir ganz herzlich, ich wäre gerne dabei!!! Aber bei der nächsten Tour bin ich wieder an Bord und lass die Puppen tanzen!!!
Liebe Grüße
Eure 13

Kurz bevor es also losgehen sollte, kam dann der erste Aufreger. Ein Aufzug mit vier Zugteilnehmern ist stecken geblieben. Alle Bemühungen des Sicherheitsdienstes und unserer Ordner und Fanbeauftragten halfen nicht. Die Tür ging einfach nicht auf. Erst als nach einer halben Stunde zunächst ein Service-Mitarbeiter der Deutschen Bahn und anschließend die Feuerwehr eintrafen, konnten die vier Rot-Gelben befreit werden und endlich in den Partyzug einsteigen. Selbstverständlich wurden Sie mit riesigem Applaus der übrigen, bereits ungeduldig auf die Abfahrt wartenden Fans begrüßt.

Der längste Sonderzug der FANPROJEKT-Geschichte konnte mit einer halben Stunde Verspätung starten. Ein Zug mit 16 Waggons, darunter zwei Sambawagen machte sich auf die etwas über sechsstündige Fahrt nach Augsburg auf. Ein Zug mit mehr Waggons darf an deutschen Bahnhöfen nicht anhalten. 

Bereits auf der Hinfahrt herrschte in den Sambawagen eine ausgelassene Stimmung. Mit an Bord war diese Mal sogar Antenne Düsseldorf, die am Montag einen Bericht über diesen Zug ausgestrahlt haben. Nach dem ganzen Ärger und Stress während der Vorbereitung der Tour konnte man bei der Crew bereits seit dem Beladen am Samstag in Münster spüren, dass die Vorfreude mehr und mehr stieg und die ganze Last der letzten Monate verflogen war. Nun rollte er, unser Zug der Superlative - denn es wurden bei dieser Fahrt einige Rekorde gebrochen.

Die Ankunft in Augsburg war für 11:35 Uhr geplant. Durch die Verzögerung zu Beginn kamen wir gegen 12:00 Uhr an und wurden schon auf dem Bahnsteig von Augsburgern, Rosenheimern und bereits vorher angereisten Düsseldorfern empfangen. Auf dem Bahnhofsvorplatz sammelten wir uns anschließend für den gemeinsamen Marsch zum CFS. An dieser Stelle sei bereits das erste Lob an die Augsburger Polizei ausgesprochen, die - wie man es aus der guten alten Zeit der Brehmstraße kennt - nichts weiteres, als die Regelung des Verkehrs zu tun hatten. Wir hatten in keiner Sekunde das Gefühl, mit dem Marsch von 1.000 Fans durch die Augsburger City - und das am Dreikönigstag - nicht willkommen zu sein.

Auch der Einlass am CFS war mehr als fanfreundlich. Extra für die Reisegruppe "Wilde 13" wurde ein zusätzlicher Gästeeingang errrichtet, damit wir nicht so lange im Schnee draußen vor der Halle warten mussten. In gut 20 Minuten waren alle Düsseldorfer im Stadion. Das verdient ebenso Dank und Anerkennung. Die bisherige gute Zusammenarbeit unsererseits mit den Verantwortlichen vor Ort ließ eigentlich auch nichts anderes erwarten.

Dennoch muss auch hier Kritik erlaubt sein

Auch das FANPROJEKT ist maßlos enttäuscht über das Verbot der Choreo im Gästeblock. Ultras werden gemeinhin immer als "Problemfans" abgestempelt. DIe Ostkurve Düsseldorf hat sich von Anfang an an alle Vorgaben der Augsburger Panther und der DEL gehalten - ja sogar mehr Auflagen erfüllt, als der offfizielle DEL-Stadionguide für Augsburg vorschreibt. Es wurde alles bis ins kleinste Detail geplant und angemeldet. Man erhielt die Genehmigung aller verantworlichen Stellen des AEV und des Sicherheitsdienstes. Einzig der Verantworliche der Augsburger Feuerwehr für das CFS gab kein grünes Licht, weil Schals, welche Teil der Choreo sein sollten kein "B1"-Zertifikat hatten - welches im Übrigen keiner der zigtausend Fanschals am Sonntag beim Spiel hatte. Aus diesem Grunde begrüßen wir die Reaktion unserer Ostkurve, die mit dem Spruchband "Fanschals erlaubt - Choreoschals verboten - wollt Ihr uns verarschen??" ihren Unmut über dieses Verbot deutlich zum Ausdruck gebracht hat.

Auf den sportlichen Verlauf des Tages hatten wir natürlich keinen direkten Einfluss, obgleich es bisher nur zwei Niederlagen bei einem Sonderzug gab. Da auch die Panther eine Serie zu verteidigen hatten, dass sie nämlich so gut wie nie ein Heimspiel gewinnen können, wenn das CFS ausverkauft ist, hätte man aber durchaus gelassen auf einen Sieg der Gäste wetten können. Am Ende hieß es 3:6 für die DEG. Damit war eines sicher: Die Stimmung auf der längsten Rot-Gelben Party würde kaum zu beschreiben sein.

Dieses Mal pünktlich um 18:06 Uhr ging es zurück an den Rhein. Im Gepäck drei Punkte, eine durchaus feierwütige Mannschaft, jede Menge Spaß und - hoffentlich - genug zu trinken.

Der Mega-Zug hatte Augsburg noch nicht ganz verlassen, da wurden die Theken in den Sambawagen geentert. Eine Gruppe "Aushilfskellner" übernahm das Komando an den Zapfhähnen. Was dann abging, ist einfach unbeschreiblich. Nichts zu erkennen von Distanz zwischen Profis auf dem Eis und am Zapfhahn und den Fans. Auf der Rückfahrt aus Augsburg wurde dieses DEG-Motto gelebt: Im Herzen eins

Aus den Hähnen floss das Alt in Strömen...würde es bis Düsseldorf reichen??? Je länger die Fahrt dauerte desto näher kam das Ende der Biervorräte. Es wurde spannend. An dieser Stelle müssen wir ein weiteres Lob aussprechen. Seit Jahren behaupten wir wehement, den schlechtesten DJ der Welt für unsere Fahrten an Bord zu haben. Bereits im letzten Jahr sorgte der Bierumsatz dafür, dass wir uns eigentlich nun langsam mal einen Profi leisten könnten. Doch leider hatten wir da ja noch diesen DJ-Nebelguru, die Graupe am Mischpult. Doch was da am Sonntag aus den Boxen schallte war die pure Party-Stimmung. Was sollten wir tun? Eigentlich hätte er spätestens ab 22:00 Uhr anfangen müssen, schlechte Musik zu spielen, damit die Sambawagen leerer würden und wir mit dem Bier auskommen. Doch was tat er? Er legte weiter auf und zwar ziemlich genial. So genial, dass der nächste Rekord gebrochen wurde. 1.750 Liter Bier gingen über die Theke. Jetzt haben wir vielleicht genug Umsatz gemacht, um uns einen Profi-DJ leisten zu können, doch spätestens seit diesem Zug ist klar, dass wir mit unserem Spruch immer nur Spaß gemacht haben und dass wir hoffen, dass der BESTE DJ DER WELT (der kommt nämlich nicht aus *öln kommt, sondern aus Langenfeld) auch die nächsten 10-30 Jahre mit dabei ist. DJ Nebelguru hat den Zug gerockt. Je Oller, je doller.

Dieser gelungene Sonderzug wäre nicht möglich gewesen, wenn wir ihn nicht für "Die Besten Fans der Welt" hätten organisieren dürfen. Ein riesiges Dankesschön an alle Mitfahrer für dieses positive Erlebnis, für Euer Feedback schon im Zug und für die ersten Anmeldungen für den nächsten Zug, ohne dass ihr wissst, wann es wohin geht.

Unser Dank geht aber auch an die Fanbeauftragten Andy, Kevin und Hedde, die auch in diesem Jahr wieder einen hervorragenden Job gemacht und uns nach Kräften unterstützt haben. Wir bedanken uns bei allen Helfern, die uns rund um den Sonderzug begleitet haben, besonders an Stephan Reese, der einfach bei der Rückfahrt an der Theke auftauchte und unseren Sven sprachlos gemacht hat. Alle einzeln aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Aus diesem Grunde einfach Danke für´s Bier besorgen, beladen, Kochen, Brötchen schmieren, entladen und alles, was ihr sonst getan habt.

Zum Schluß noch ein ganz besonderer Gruß an unser Kamera-Kind, Holger Billeb. Holger hat noch am Samstagabend mit Tränen in den Augen auf der Couch gesessen und uns seine Kamera ausgeliehen, weil er krankheitsbedingt nicht mitfahren konnte. Wir hoffen, Du kannst mit dem Material, was wir so amateurhaft gefilmt haben etwas anfangen.

Unter dem Motto - Alles was im Sonderzug passiert - bleibt im Sonderzug!!! - sagen wir,

Tschüss bis zum nächsten Mal
EUER FANPROJEKT

Zum Seitenanfang